Random acts of kindness – täglich zu mehr Glück

„Random acts of kindness“ ist eine Sammelbezeichnung für viele unterschiedliche Übungen, die den Alltag glücklicher gestalten – für dich und für andere.

Lass dich motivieren, gleich loszulegen:

Dein Glücksstifter Dominik

Zu deinen Stärken finden

Ben setzt seit Jahren Glückstrainings ein. Eine seiner Lieblingsübung führt zu den eigenen Stärken und lässt die der anderen besser erkennen. Im Video erklärt er die Übung und seine Erfahrungen damit.

Hier das Übungsblatt.
Deine Charakterstärken über einen Fragebogen erkunden: www.charakterstaerken.org

Umgang mit dem Kontinuum

Fortgeschrittene Technik zur Veränderung von Einstellung und Verhaltensweisen.

Materialien

Tipps zum Weitermachen

Die Glücks-Box

Eine Übung zur Steigerung von Glücksmomenten.

Glücks-Box: Praktische Übung für mehr Freude im Leben.

Viel Vergnügen mit dem Erstellen der Glücks-Box. Nimm sie dir immer wieder vor und erfreue dich an deren Inhalt.

Schreib mir gerne deine Erfahrungen in die Kommentare oder an info@gluecksstifter.de

Tipps zum Weitermachen

Dein GlücksStifter Dominik

Übungen für Optimismus und Stärke in Krisenzeiten

Was kann ich konkret tun, um mein Leben auch in schwierigeren Zeiten optimistisch und stark zu gestalten?

Hier findest du eine Übersicht mit Beispielen. Das sind erst einmal nur Worte. Damit diese zu einem Teil deines Glücks werden, schlage ich in folgenden Beiträgen die nächsten Tage und Wochen zu einigen Punkten kleinere oder größere praktische Übungen vor. Wähle aus, was für dich sinnvoll und machbar erscheint. Und dann ran ans Üben. Übung macht den Glücksmeister.

Positive Emotionen stärken:

  • Kurzzeitig ablenken und erfreuen (Beispiel: Glücks-Box)
  • (Mini-)Flow genießen
  • Wie ich den Körper nutzen kann für mehr Glück und Zufriedenheit
  • Die Glücksmacht des Vorbewussten – Priming zur Gesundheitsstärkung
  • Entspannung und Erholung

Mit Gedankenkraft die Welt formen:

  • Das ganze Bild wahrnehmen (gut informiert sein über Schutzmaßnahmen)
  • Dankbar für die guten Dinge sein
  • Bewältigung früherer Herausforderungen bewusst machen
  • Optimismus und Lösungsorientierung (Beispiel: Umgang mit dem Kontinuum)
  • Innere Stabilität durch Selbstwert und Werteorientierung

Wir stärken uns gegenseitig:

  • Stärken bei sich und anderen erkennen (Übung: Stärken finden)
  • Achtsamkeit für andere, Solidarität
  • Random Acts of Kindness
  • Vertrauen
  • Komplimente und Stärkungen
  • Vorbild sein und sich an Vorbildern erfreuen

Ich freue mich auf die nächsten Schritte mit dir zusammen zu mehr Glück, Zufriedenheit und Widerstandskraft.

Tipps zum Weitermachen

Dein GlücksStifter
Dominik

World Happiness Report 2020 – ausgewählte Ergebnisse

20.03.2020 – der neue Glücksreport ist da. Hier einige besondere Ergebnisse des Reports und des Eröffnungs-Webinars der Forscher John Helliwell, Richard Layard, Jeffrey D. Sachs, and Jan Emmanuel De Neve und einigen anderen.

Generelle Entwicklung

Nordische Länder, Schweiz und Island behaupten wie üblich die Spitzenplätzen. Besonders bemerkenswert sind die hohen Werte der sozialen Unterstützung. Bei der Messung der Lebenszufriedenheit werden folgende 6 Faktoren zusammengefasst: Soziale Unterstützung, (gesunde) Lebenserwartung, Entscheidungsfreiheit, Großzügigkeit, geringe Korruption und Bruttosozialprodukt.

Deutschland ist wie im Jahr zuvor auf Platz 17 von 153 Ländern.

Gerade als Trostpflaster aktueller Krisen: Von der letzten Wirtschaftskrise 2008 erholten sich die Zufriedenheitswert nach drei Jahren wieder auf das gleiche Niveau.

Grün- und Wasserflächen

Grün- und Wasserflächen haben einen starken Einfluss auf das Wohlbefinden. Vor allem in Kombination mit eigenen Aktivitäten wie Gartenarbeit oder Outdoor-Sportaktivitäten.

Nachhaltigkeitsziele

Unter Nachhaltigkeitszielen sind unterschiedliche Aspekte wie Ökonomie, soziale und Umweltentwicklung gemeint. Länder, die am meisten für Nachhaltigkeit tun, sind am glücklichsten. Interessant dabei ist, dass sich dieser Effekt steigert, je aktiver ein Land ist. Deutschland ist hinsichtlich Glück aber auch Nachhaltigkeit in der Top-Gruppe aller untersuchten Länder.

Wichtig zu wissen: Aktionen zur Umsetzung nachhaltiger Ziele können erst einmal die Zufriedenheit reduzieren! (Anmerkung von mir -> Da heißt es: Immer wieder auf das größere Ganze verweisen und durchhalten.)

Das Geheimnis des Glücks im Norden

Diese vier Faktoren sind entscheidend für die langjährigen Spitzenplätze nordischer Staaten in Glücks-Rankings:

  • Gute staatliche soziale Leistungen (nicht nur Arbeitslosenunterstützung, sondern auch Schutz der Öffentlichkeit oder Marktregulation)
  • Demokratische und gut funktionierende Institutionen (Pressefreiheit, Wahlfreiheit, geringe Korruption usw.)
  • Vertrauen und Verbundenheit untereinander
  • Hohe Freiheit, Lebensentscheidung selbst treffen zu können (geringerer Druck von wirtschaftlichen Nöten, Politik oder Intolleranz)

Spannend für die Zukunft

In der Diskussion der Forscher beim Präsentations-Webinar ging es immer wieder um eine Frage: Was werden Krisen wie die aktuelle „Corona-Krise“ mit der Zufriedenheit der Menschheit machen. Hier geht es auch um langfristige Effekte – wie z.B. den Einfluss der beschleunigten Digitalisierung auf soziale Kontakte und gegenseitige Unterstützung. Wir Optimisten tun das unsere, um auch in Zukunft ein glückliches Miteinander zu fördern.

Dein GlücksStifter Dominik

Optimismus und Stärke in Krisenzeiten

Stand 17.03.2020
Inspiriert durch die „Corona-Krise“ 2020: Wie wir mit Glück und Zufriedenheit besser mit schwierigen Situationen umgehen können

Das Glück findet seinen Weg

In guten Zeiten glücklich und zufrieden zu sein, ist nicht selbstverständlich, aber leichter möglich. In Krisenzeiten jedoch kann Glückstraining die Alltagstauglichkeit beweisen: Trotz großer Herausforderungen einige Glücksmomente genießen. Wachstum sehen, lernen, Werte im täglichen Miteinander leben. Ressourcen sehen, die wir uns über einen längeren Zeitraum aufgebaut haben und die uns jetzt tragen.

Die Gegenspieler des Glücks sind Angst, extremer Pessimismus und Egoismus. Angst wird geschürt, wenn uns eigener Handlungsspielraum genommen wird (wir nicht mehr aus dem Haus dürfen), wenn unsere Sicherheit (beruflich oder die eigene Gesundheit) bedroht ist, wenn wir nicht mehr verstehen, warum die Dinge um uns herum so geschehen. Den Sog der negativen Gefühle nicht zu stark werden zu lassen, braucht es viel Ressourcen- und Aufbauarbeit.

Vielleicht ist das jetzt gerade deine Zeit der kompletten Überforderung (um Kinder und gleichzeitig Eltern kümmern, berufliche Sorgen usw.). Oder vielleicht hast du die Luxussituation, die Krisenzeit als Auszeit zu gestalten und dich für ein bis zwei Wochen zu Hause einzuigeln. Wahrscheinlich eine Situation dazwischen. Unabhängig von dem, was dir gerade gegeben ist, hast du kleinere oder größere Spielräume. Die möchte ich mit dir zusammen wachsen und wohltuend wirken lassen.

Was kann ich konkret tun, um mein Leben auch in schwierigeren Zeiten optimistisch und stark zu gestalten?

Konkrete Übungen dafür findest du hier im GlücksStifter-Blog

Dein GlücksStifter
Dominik

Aus dem Tagebuch einer Glücksstudentin

Was bedeutet Glück eigentlich? Wann bin ich wirklich glücklich und wie schaffe ich mehr dieser Glückssituation in meinem Leben? All diese Fragen und mehr gingen mir durch den Kopf, als ich mich vor zwei Monaten zur Ausbildung für das Schulfach Glück in Hamburg anmeldete.

Vergangenes Wochenende sollte es dann losgehen und unser Dozent Dominik empfing uns in dem Schulgebäude etwas außerhalb von Hamburg. Das Gebäude? Eine Schule halt. Die Atmosphäre? Durch die sanften Klänge der Musik, das liebevoll hergerichtete Abendbuffet und herzliche Wilkommensgesten – EINLADEND. Eine Atmosphäre in der man sich wohl fühlt und gerne lernen mag. Hier lernte ich gleich meine erste Lektion, nämlich das Glück oder ein gutes Gefühl nicht immer vom Ambiente abhängig ist, sondern von dem was du daraus machst und mit wem du es teilst.

In den nächsten zwei Tagen haben wir nicht nur zahlreiche Energizer und Übungen kennengelernt die wir mit unseren Kindern in der Schule oder unseren Klienten nutzen können, sondern sind auch auf eine Reise gegangen. Eine Reise zu uns selbst, zu unseren Fähigkeiten, Stärken und einen Schritt näher zu dem, was uns glücklich macht. Natürlich könnte ich euch hier nun im Detail erläutern was den die Übungen waren die wir gemacht haben und diese minutiös auflisten. Doch das verfehlt den Sinn von all dem hier. Was ich tun kann ist euch einen Einblick geben, vielleicht ein Gefühl von dem was in und um mich herum passiert ist.

Theorie ist eine Sache auf die in Studium und Ausbildung so viel Wert gelegt wird. Aber etwas wirklich zu spüren an sich, dem eigenen Leben und Körper, dass ist wo meiner Meinung nach die Magie passiert. Diese Magie erfuhr ich auch in der Arbeit mit den anderen TeilnehmerInnen -Menschen aller möglichen Altersgruppen, Hintergründe und Zielen für die Ausbildung. Jeder und jede von Ihnen hatte eine andere Geschichte, aber eines war uns allen gleich – wir wollen die Welt etwas glücklicher machen. Diese Erkenntnis und die Möglichkeit das kommende Jahr immer wieder intensive Zeiten mit diesen lieben Menschen machen zu dürfen berührt mein Herz sehr. Gemeinschaft kann viel mit uns machen, wenn wir uns trauen unser Herz dafür zu öffnen. Die Ausbildung bietet einen sicheren Ort dafür, zum Kennenlernen von Sich selbst und inneren Motiven. 

Was habe ich denn also gelernt? Nun, dass wir Dinge erst einmal selbst erfahren und durchleben müssen, bevor wir sie an Schüler oder Klienten weitergeben sollten.

Wie ich gegangen bin aus diesem ersten Wochenende? Inspiriert mit vielen Gedanken, Fragen und der Motivation etwas anders zu machen für kommende Schüler.

Ein Lernumfeld zu schaffen in dem Persönlichkeitsentwicklung und sich auf die eigene Reise zu machen genauso wichtig ist, wie die Vermittlung von Fachinhalten. Das ist mein Traum. Ich bin gespannt wie es weitergeht, wie mir die Glücksausbildung dabei und auf meinem eigenen Weg weiterhelfen darf. Wir sehen uns in ein paar Wochen, wenn ich euch vom nächsten Wochenende berichte. Ich freue mich schon sehr.

Bis dahin alles Liebe,  

Madelaine, Glückstudentin aus Hamburg. 

Olympische Helden

Ich hatte vor Kurzem die Ehre, mit Führungskräften des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) und erfolgreichen Leistungssportlern über das „Glück“ zu sprechen. Die interessanten Gespräche im Vorfeld und meine Key Note Speech am Abschluss der dreitägigen Konferenz waren sehr spannende Erfahrungen. Was hat Leistung mit Glück zu tun? Welche Herausforderungen stellen sich den Führungskräften und wie können sie bewältigt werden? Was können wir aus dem Leistungssport lernen?

Olympia steht zum einen für gemeinsamen Frieden, Sportlichkeit, wird aber auch oft kritisch diskutiert (Stichworte Doping, Zusammenbrüche, Korruption usw.) Bei Wettkämpfen werden außergewöhnliche Leistungen erbracht. Wenn man an „Leistung“ denkt, denken viele an Druck, überzogene Leistungsgesellschaft usw. Da stellt sich die Frage, ob sich Glück und Leistung oder Glück und Olympia vereinbaren lassen – und zwar nicht nur für die Medaillengewinner*innen.

Die kurze Antwort: Mein Motto lautet „Gemeinsam sinnvolle Ziele erreichen und dabei Spaß haben“. Daraus ergibt sich, dass Leistung alleine noch nicht glücklich macht. Zusätzlich braucht es die Verbindung mit Werten und intrinsische Motivation, die Spaß bringt. Wenn dann noch Gemeinsamkeit dazu kommt, ist das Glück perfekt 😊

Sport in moderater Form bzw. körperliche Bewegung ist in allen umfassenden Glückstrainings enthalten. Bewegung fördert Gesundheit, Denkvermögen und Glücksgefühle. Leistungssport ist dann glücksförderlich, wenn es den eigenen Werten entspricht, Spaß macht und die Herausforderungen bewältigbar bleiben. Das war scheinbar bei allen, mit denen ich gesprochen habe, der Fall. (Allerdings werden depressive Sportler mit mir wohl eh nicht über Glück reden wollen 😉)

Meine Gespräche mit z.B. Lisa Unruh (Medaillengewinnerin Bogenschießen) und Finn Lemke (Bundesligaspieler Handball) haben mehr als deutlich gemacht, dass „Gemeinsam sinnvolle Ziele erreichen und dabei Spaß haben“ wirkungsvoll zu Spitzenleistung beiträgt.

Wir können von Leistungssportler*innen viel lernen. Oder besser gesagt, sie bestätigen uns ganz handfest, wie wichtig es ist, die Gemeinschaft zu fördern, sich kleine erreichbare Ziele zu setzen, Spaß an dem zu haben, was man macht, durchzuhalten, wenn es mal schwer wird, die große Vision vor Augen zu haben. Ihre Erfahrungen haben mich bereichert, bestätigt und motiviert.

Und auch die Führungskräfte in den Sportorganisationen auf Bundes- und Landesebene geben jeden Tag ihr bestes, um Sportler*innen Olympischer und Nicht-Olympischer Sportarten bei Olympischen Spielen, Worldgames und anderen Multisportevents zu unterstützen. Sie investieren sehr viel Energie, Zeit und Geld, um Sportarten und Sportler*innen weiter zu bringen.

Daher sind diese Führungskräfte und Sportler*innen wie Lisa Unruh oder Finn Lemke
für mich Glücks-Helden 😊

Danke an das Organisationsteam mit Evelyn Spoida, Christian Witusch und Lars Paetzold für ihren wunderbaren Einsatz, danke an die vielen positiven Rückmeldung der Führungskräfte zum Thema Glück und die Ideen, wie man das für Ihre Arbeit weiter ausbauen kann.

Mut-Tour 2019

Depression und Glück – Geht das zusammen?

Ja, das kann funktionieren. Auf alle Fälle bei der alljährlich stattfindenden Mut-Tour. (https://www.mut-tour.de/)

Die Mut-Tour ist ein Projekt das es seit 2012 gibt. Ziel des Projektes ist es, dass Thema Depression mehr in den Fokus der Öffentlichkeit zu stellen und, wie der Name schon sagt, Mut zu machen. Immer noch gibt es viele Menschen, die aus verschiedenen Gründen nicht offen mit ihrer Erkrankung umgehen können, sei es am Arbeitsplatz oder im privaten Umfeld.

Ich war selbst an einer Depression erkrankt und fing an, nachdem es mir wieder besser ging, Informationen über diese Erkrankung zu sammeln. Bei meinen Recherchen stieß ich auf die Mut-Tour. Mein Herz machte einen Freudensprung. Das war genau das was ich brauchte. Einerseits mich für Betroffene einzusetzen, andererseits gemeinsam mit anderen in der Natur zu radeln.

Es finden jährlich im Sommer Tandem-Etappen und Wander-Etappen durch ganz Deutschland statt. Die Touren sind so organisiert, dass es in den Orten, in denen man vorbeikommt, Interviews mit der Lokalpresse gibt, Öffentlichkeitsarbeit und Mitfahraktionen stattfinden.

Da ich gerne Fahrrad fahre, wollte ich unbedingt an einer Tandem-Etappe teilnehmen. Eine Etappe geht über 7 Tage. 6 Leute fahren mit 3 Tandems z.B. von Bonn nach Osnabrück.

Erste Herausforderung war das Aufsteigen und fahren mit dem Tandem. Alles muss absolut synchron sein, sonst funktioniert es nicht. Nach einigen Versuchen hatte es dann geklappt und die Fahrt ging los. Ich hinten als Co/Pilotin. Schnell wurde mir klar, dass ich hinten nichts machen konnte bzw. brauchte, außer mittreten. Also genoss ich die Aussicht. Bis zur ersten Kreuzung. Damit wir nicht immer Auf- und Absteigen müssen fuhr mein Pilot langsam an die Kreuzung heran. Die Straße kam immer näher und es blieb rot. Ich bat ihn doch anzuhalten, aber wir rollten und rollten. Langsam wurde ich nervös bis ich dann rief:,, Halt doch bitte an!“ Kaum waren wir vom Rad wurde es grün. War ja klar. Bis wir es geschafft hatten wieder aufzusteigen war schon wieder rot. Wir sind aber heil über die Kreuzung gekommen. Uns beiden ist klar geworden worauf es beim Tandem fahren ankommt. Der Copilot, also ich, sollte vertrauen können, während der Pilot die Verantwortung trägt. Beide sollten aber kompromissbereit sein und gleichberechtigt.

Also stellten wir Regeln auf für unsere gemeinsame Fahrt. Es gab immer wieder Situationen in denen wir uns nicht einig waren. Mein Pilot schlug vor eine Vertrauensübung zu machen. Jedes Mal wenn es brenzlig wurde rief er „Augen zu!“ Das fiel mir schwer. Irgendwann habe ich mich mal drauf eingelassen. Es war eine tolle Erfahrung, auch wenn mir dabei etwas mulmig war. Unsere Aktion sorgte jedenfalls bei den Anderen für viel Vergnügen. Das Gelächter war groß wenn der Ruf „Augen zu!“ durch den Wald schallte.

Es gab aber auch viele ernste und tiefgründige Gespräche, in denen jeder von seinen Erfahrungen mit der Depression erzählte. Immer wieder wurde mir klar, dass der steigende Druck in unserer Leistungsgesellschaft mit verantwortlich ist, dass immer mehr Menschen betroffen sind. Sogar schon Kinder und Jugendliche. Aber so eine Depression kann durchaus eine positive Seite haben. Sie sagt uns STOP. Bis hierhin und nicht weiter. Alle mit denen ich gesprochen habe, haben das so empfunden. Sie haben in Therapien gelernt achtsamer zu sein im Umgang mit sich selbst. Wie wichtig Selbstfürsorge ist und wie wichtig es ist einen Sinn zu sehen, in dem was man tut.

Auf der Tour haben wir mit vielen tollen Menschen gesprochen. Einige haben einen starken Eindruck bei mir hinterlassen. Ganz besonders eine Frau. Sie erzählte uns, dass sie an Morbus Crohn leidet.

Als sie 18 war, wurde ihr gesagt, dass sie keine hohe Lebenserwartung hat und dass sie auch keine Kinder bekommen kann. Lachend und glücklich stand sie vor uns und sagte: „Ich lebe immer noch und ich habe zwei gesunde, erwachsene Kinder“.  Durch ihre positive Einstellung und die Liebe und Unterstützung ihrer Familie hat sie gelernt mit ihrer Erkrankung umzugehen. Sie lässt sich jedenfalls nicht so schnell unterkriegen. Und dass strahlte sie auch aus. Wirklich eine tolle beeindruckende Frau.

Ihre Geschichte zeigte mir wieder einmal wie wichtig die fünf Säulen der positiven Psychologie (siehe PERMA Modell) für ein gelingendes Leben sind. 

Auf der Heimfahrt saß ich dann völlig beseelt im Zug und dachte über alles nach. Ich konnte viele Parallelen sehen zu dem was ich im Glückskurs gelernt habe. Und das Motto, gemeinsam sinnvolle Ziele erreichen und dabei Spaß haben, trifft hier absolut zu.

Einen ausführlicheren Artikel findest du hier.

Eure Lydia Bauer