Optimismus – ein Weg zu einer besseren Gegenwart und Zukunft

Auf der Konferenz für Positive Psychologie in Hamburg habe ich einmal mehr Martin Seligman getroffen. Sehr nützlich war seine Zusammenfassung verschiedener Befunde. Es ist klar, dass Glück sehr viele handfeste Vorteile hat:

  • Glück und Wohlbefinden machen gesünder: ca. 20 Studien zur Verbindung von Herz-Kreislauf-System und Optimismus/Pessimismus sprechen eine klare Sprache. Optimismus ist ein guter Schutzfaktor, Pessimismus ein Risikofaktor. Optimisten leben durchschnittlich 7 bis 8 Jahr länger. Pessimismus wirkt so schädlich wie drei Schachteln Zigaretten am Tag.

    Eine zusammenfassende Meta-Analyse von Diener & Chan von 2011 kommt zum Schluss, dass glücklichere Personen länger leben, ein besseres Immunsystem haben, sich weniger anstecken, weniger Herz-Kreislauf-Erkrankungen, längere Telomere, bessere Wundheilung haben.
  • Glücklichere Menschen sind gut für die Wirtschaft: Nach einer Gallup-Studie mit 1,8 Millionen! untersuchten Personen. Je höher die Mitarbeiterzufriedenheit, desto mehr Profit des Unternehmens, die Kundenzufriedenheit und desto niedriger die Fluktuation.

Sein neuer Ansatz weckt die Hoffnung, dass wir auf ein neues Zeitalter der Handlungsmacht (Agency) des Einzelnen für die Gemeinschaft, mehr Wohlbefinden und Zukunftsorientierung (statt Vergangenheitsbewältigung) zusteuern. Wir stünden am Anfang einer neuen Epoche, die nur alle 500 Jahre neu entsteht. Seligman ist bewusst, dass eine solche Aussage sehr gewagt ist und dass das nur möglich ist, wenn uns keine der großen Herausforderungen überrollt wie z.B. Weltkrieg, Pandemie oder Umweltzerstörung. Aber gerade mit Verantwortung, Wohlbefinden und Zukunftsorientierung können wir die Herausforderungen besser meistern.

Martin Seligman ist gut getroffen. Ich allerdings sehe etwas verzückt verrückt aus 🙂
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