Archiv der Kategorie: Glück so allgemein

Interessantes, Witziges, Herzliches, Soziales …

Positive Psychologie – Was ist das eigentlich?

„Wer nichts über Glück weiß, kann es auch nicht finden.
Wer hingegen viel über Glück weiß, kann es sogar trainieren.“
(Manfred Spitzer, Hirnforscher)

Die Positive Psychologie ist eine Forschungsrichtung innerhalb der Psychologie, die sich mit der Frage beschäftigt, was das Leben lebenswert macht. Sie untersucht die positiven Aspekte des menschlichen Lebens und Miteinanders, die das Leben gesünder, besser und glücklicher machen. Die Positive Psychologie ist eine recht junge wissenschaftliche Disziplin, die Menschen darin unterstützen möchte, mehr Zufriedenheit und Wohlbefinden in das eigene Leben zu bringen. Dies wirkt sich vorteilhaft auf zwischenmenschliche Beziehungen, auf die Gemeinschaft und somit auf unsere Gesellschaft in ihrer Gesamtheit aus.

Im Gegensatz zur klassischen Psychologie, bei der die Behandlung, Entstehung und Erforschung negativer Gefühle und klassischer Krankheitsbilder im Vordergrund steht, setzt die Positive Psychologie ihren Fokus auf die Erforschung des Gegenteils davon: positive Gefühle, Ressourcen, Chancen und Stärken.

Im Grunde verfolgt die Positive Psychologie drei Ziele:

  1. Positive Gefühle im Leben der Menschen zu vermehren
  2. Stärken und Ressourcen eines Menschen fördern und nutzbar machen
  3. Bessere Lebensbedingungen erzeugen

Um dem eigenen Leben eine positive Wendung zu geben, müssen drei Bereiche einbezogen werden:

 

Damit diese drei Ebenen im Einklang miteinander funktionieren, ist es Voraussetzung, die Verantwortung für jeden einzelnen Teilbereich zu übernehmen. Die Übungen, Methoden und Trainings der Positiven Psychologie zielen genau darauf ab – den Menschen darin zu fördern, seine Ressourcen und Stärken zu erkennen, sie für sich nutzbar zu machen und im Einklang mit ihnen zu leben. Dies führt zu mehr Vertrauen, Lebenssinn, Gelassenheit, Geborgenheit, Dankbarkeit, Optimismus im Alltag und garantiert letztlich mehr Glück und Wohlbefinden im Alltag für jeden Einzelnen von uns.

„Gute Gefühle sind kein Schicksal – man muss und kann sich darum bemühen.“
(Stefan Klein, Wirtschaftsjournalist)

Komm mit und mach dich auf die Reise zu deinem ganz persönlichen Glück. Es lohnt sich!

Magdalena Anna Bożko

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Flow – Mit Kopf, Herz und Händen

Es gibt Momente, in denen wir vollkommen aufgehen in dem, was wir gerade tun. Alles läuft scheinbar wie von selbst und wir versinken in der Tätigkeit und nehmen nicht mehr wahr, was um uns herum passiert.

Diesen Zustand nennt man „Flow“.

Der Begriff stammt von dem in den USA lehrenden Ungarn Mihály Csíkszentmihályi. Er hat viele Forschungen mit Sportlern und Künstlern durchgeführt, um herauszufinden, was Menschen brauchen, um Flow zu erleben. Das Besondere an diesem Zustand ist, dass ein Mensch besonders glücklich ist und gleichzeitig sehr hohe Leistungen erzielen kann. Es ist ein Bewusstseinszustand, in dem das Fühlen, das Denken und das Handeln in Einklang sind und gemeinsam ein Ziel verfolgen. Dadurch werden die Hindernisse, die uns im normalen Alltag oft viel Kraft und Energie kosten, überwunden und unser Tun verläuft absolut reibungslos.

Die Fähigkeit, im Flow zu sein, hat jeder Mensch in sich. Sie ist uns angeboren.

Kleine Kinder geraten sehr leicht in diesen Zustand, wenn sie nicht durch äußere Ablenkungen gestört werden. Ich habe das schon oft bei meinen eigenen Kindern oder auch auf Spielplätzen beobachtet. Wenn Kinder zum Beispiel in einer Sandkiste sind und frei mit Sand und Wasser experimentieren dürfen, oder wenn sie sich gemeinsam Rollenspiele ausdenken. Kinder nehmen ihr Spiel sehr ernst, für sie verschwimmt die Grenze zwischen „Arbeit“ und „Spiel“. Deshalb ist es auch nicht verwunderlich, wenn sie manchmal heftig reagieren, wenn sie in ihrem Tun, im Flow, unterbrochen werden. Sie reagieren wütend oder beinahe aggressiv, weil sie aus einem sehr angenehmen Gefühlszustand herausgerissen werden. Mir persönlich hat diese Erkenntnis sehr geholfen, wenn es darum geht, meine eigenen Kinder zu verstehen.

Aber nicht nur Kinder können diesen glückbringenden Flow-Zustand mühelos erreichen, auch jeder Erwachsene erlebt ihn immer wieder ganz natürlich. Manche Menschen beim Sport, andere bei einer kreativen Tätigkeit, in der Natur oder beim kochen. Meistens merken wir erst im Nachhinein, dass wir vollkommen „bei der Sache“ waren und alles wie von selbst gelaufen ist. Leider passiert das im Berufsalltag eher selten und auch in der Freizeit gibt es immer wieder störende Faktoren.

Ich habe mich im Rahmen einer Ausbildung bei Prof. Dr. Manfred Winterheller eingehend damit beschäftigt, wie wir diesen Flow Zustand wieder mehr und öfter erleben können und dadurch glücklicher und erfolgreicher werden. Dabei geht es um weit mehr als um flüchtige glückliche Erlebnisse. Es geht darum, für uns selbst und in unserem beruflichen und privaten Umfeld Rahmenbedingungen zu schaffen, innerhalb derer es möglich ist, alleine oder gemeinsam mit anderen in Flow zu kommen. Wenn das passiert, verschwinden viele alltägliche Konflikte und Reibungen und vieles beginnt einfach zu „zu fließen“.

  

Zuerst ist es wichtig, herauszufinden, was uns Freude macht. Dabei sollten wir nicht an der Oberfläche bleiben, sondern tief in unserem Inneren spüren, bei welcher Tätigkeit wir uns so richtig lebendig fühlen.

Außerdem ist es von großer Bedeutung, dass unsere Fähigkeiten und die Herausforderung, der wir uns stellen, in Balance sind. Wenn die Herausforderung zu hoch ist, fühlen wir uns überfordert, wenn sie zu gering ist, fühlen wir uns gelangweilt. Nur wenn beides zusammenpasst und wir uns in einem angemessenen Maß fordern, kann Flow entstehen.

Eine weitere wichtige Voraussetzung ist, dass wir uns auf die Tätigkeit voll und ganz einlassen und uns nicht durch äußere Ablenkungen, wie Handy, Fernsehen usw. stören lassen.

Schließlich brauchen wir eine tiefe Bedeutung, ein Ziel, das wir mit unserem Tun verfolgen. Es geht dabei nicht vordergründig um die Erreichung des Ziels, sondern darum, dass wir in unserer Tätigkeit Sinn sehen.

Wenn diese vier Faktoren zusammenspielen, dann kann Flow entstehen. In meinem Buch „Flo W. voll im Flow“ habe ich versucht, diese und noch viele weitere Grundlagen zum Thema „Flow“ in Form einer Geschichte zu erzählen, die Kindern und Erwachsenen einen Einblick in eine Welt gibt, die für viele Menschen wünschenswert ist…

 

 

Aus dem Buch:

Die zweite magische Kraft, die Flo so besonders macht, ist ihre Fähigkeit, voll und ganz in dem aufzugehen, was sie gerade tut. Wenn sie von einer Sache wirklich begeistert ist, vergisst sie alles um sich herum und konzentriert sich nur auf diese eine Sache. Flo hält sich gerne im Garten der Caretta auf, beobachtet die Schmetterlinge und zeichnet alles, was sie sieht, ganz genau. Sie hat auch schon einige Male miterlebt, wie sich eine Raupe verpuppt hat und wenige Tage später daraus ein wundervoller Schmetterling geschlüpft ist. Das waren großartige Erlebnisse für Flo. Manchmal ist sie so versunken in ihre Beobachtungen und ins Zeichnen, dass sie nicht einmal hört, wenn sie jemand ruft.

Ihre Mama findet das wunderbar und meint dann: „Flo ist wieder mal im Flow.“ Als Flo sie einmal fragte, was das heißen soll, erklärte sie: „Das bedeutet, dass dein Kopf, dein Herz und deine Hände perfekt zusammenspielen. Dadurch werden deine Zeichnungen so gut und außerdem bist du in diesen Momenten zufrieden und glücklich. Stimmt doch, oder?“

Flo stimmte Filippa lachend zu und wiederholte:

 „Mein Kopf, mein Herz und meine Hände spielen perfekt zusammen. Das klingt schön!“

 „Ja, das ist auch wunderschön“, bestätigte ihre Mama. „Bewahre dir diese wunderbare Fähigkeit, Floriane. Es gibt nicht viele Menschen, die das können. Es ist ein großes Glück, wenn du etwas findest, das dein Herz erfüllt und das dir so viel Freude bereitet.“

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Ein kleines Glücksprojekt

Das Tomatenfest

Ich arbeite in einer stationären Einrichtung, mit Kleinkindern und Kindern im Grundschulalter.
Die Kinder kommen aus schwierigen Familienverhältnissen und sind zum Teil schwer
traumatisiert. Während der Eingewöhnungsphase sind diese Kinder oft sehr traurig. Aber nach und nach kann ich beobachten, wie es ihnen immer besser geht und sie wieder fröhlicher werden.

Es gibt viele Möglichkeiten den Kindern Glücksmomente zu bereiten. So z.B. saßen wir eines Abends beim Essen. Es gab u.a. Tomaten. Ich fragte die Kinder ob sie wüssten wo die Tomaten herkommen. Ein Junge antwortete spontan ,, von Lidl “. Ich erklärte ihm, dass Tomaten an einem Strauch wachsen und wir beschlossen am nächsten Tag Tomaten-und Gurkenpflanzen zu kaufen.

Gemeinsam pflanzten wir alles ein. In den folgenden Wochen kümmerten sich die Kinder eifrig um die Pflege der Pflanzen. Jedes mal wenn ich zum Dienst kam, berichteten sie mir die neuesten Fortschritte. Besonders groß war die Begeisterung als die ersten Tomaten und Gurken zu sehen waren. Ich versprach den Kindern einTomatenfest zu feiern, wenn die Tomaten reif sind. So verging die Zeit aber natürlich nicht ohne Aufregung.

Einmal geschah es, dass eines von unseren kleinen Kindern angekrabbelt kam und sich über die noch grünen Tomaten her machte. Wir hatten einige Mühe unsere Tomaten vor den Kleinen zu schützen. Doch eines Tages war es dann soweit.

Die Vorfreude war schon riesengroß. Unsere Gesichter bemalten wir wie eine Tomate, was
schon mal für große Ausgelassenheit sorgte. Dann ging es los. Wir machten mehrere
Wettspiele, wie z.B. Topfschlagen oder “Eierlauf”. Unter dem Topf lagen diesmal keine
Süßigkeiten sondern Tomaten. Auch beim “Eierlauf” lagen Tomaten auf dem Löffel. Wir
hatten alle viel Spaß, lachten und kicherten. Zum Abendessen gab es ,wer hätte das
gedacht, Tomaten, die natürlich viel besser schmeckten als die von ,,Lidl”.

Als ich die Kinder ins Bett brachte, strahlten sie alle und waren sichtlich glücklich. Einige fragten mich wann die Gurken reif sind und ob wir dann ein Gurkenfest feiern. Was ich natürlich gerne versprach.

Auch mir macht es immer wieder viel Freude zu sehen wie die Kinder, trotz der schwierigen Lage in der sie sich befinden, glücklich und ausgelassen sein können.

Für mich gibt es nichts Schöneres, als zur Arbeit zu kommen und die Kinder mit einem strahlenden Lächeln auf mich zukommen zu sehen.

Lydia

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Was es mit dem Elefanten und Reiter auf sich hat

Ich verwende in meinen Seminaren häufig das Bild von „Elefant und Reiter“ um klar zu machen, wie wir Vernunft und unbewusste Reaktionen zusammenbringen können. Das Video stammt von meinem Auftritt bei TED. Viel Spaß dabei.

Mehr Videos zum Glück:

 

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Lachen ist gesund

Dass Lachen Spaß macht, erklärt sich von selbst – es sei denn, man ist eine Spaßbremse, die Lachen für Charakterschwäche hält. Gerade stolpere ich über eine nette Zusammenfassung verschiedener Aspekte des Lachens (mehr dazu auf Englisch auf NBCnews):

Lachen…
… stärkt das Herz-Kreislauf-System und das Immunsystem
… macht widerstandsfähiger
… macht schmerzresistenter
… hilft dem Kurzzeitgedächtnis

Hauptsache, es ist ein menschenfreundliches Lachen, wie z.B. sich mit jemandem freuen oder entspannt über sich selbst lachen.

Mein langjähriger Bekannter Prof. Willibald Ruch beschäftigt sich an der Universität Zürich seit über einem Jahrzehnt wissenschaftlich mit dem Phänomen „Lachen“. In mehreren Gesprächen mit Eckart von Hirschhausen wurde mir immer wieder bewusst, dass er es mit dem Humor auch Ernst nimmt – wie sein Engagement für „Humor hilft heilen“ zeigt. Humor und Lachen sind wundervolle ernstzunehmende Instrumente, ein sinnvolles Leben zu bereichern.

Meine Teilnehmer erzählen auch immer, dass sie es großartig finden, in den Seminaren von Herzen zu lachen. Wenn der Alltag das nicht möglich macht, dann z.B. in einem humorvollen und gleichsam tiefgehenden Wochenende im Glückskurs.

Also los geht es: Heute mindestens einmal richtig lachen.

  • Erzähle jemandem einen süßen Witz
  • Schaue dir mit Freunden oder der Familie eine Komödie an
  • Lass dir einen Witz erzählen
  • Erinnere dich an Dinge, die dir die Lachtränen hervorgezaubert haben
  • Albere mit Kindern

Humorvolle Grüße,
Dominik


Mein Motto: „Gemeinsam sinnvolle Ziele erreichen und dabei Spaß haben.“

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Was Glück ist – eine praktische Definition

Es gibt viel Verwirrung zum Thema „Glück“. Das Video räumt damit auf und bietet eine klare Definition. Dominik Dallwitz-Wegner ist Glückexperte, Dozent an Hochschulen, Redner und Seminarleiter.

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