Archiv der Kategorie: Glücksforschung

Hier siehst du neue Erkenntnisse aus der Forschung

3 Fragen | 100 Tage … eine Idee, wie man sein persönliches Glücksempfinden steigern kann.

Es ist nicht einfach nur „Glück“ im Sinne von „Zufall“, ob und wie glücklich wir uns fühlen. Jeder von uns kann eine ganze Menge beitragen, sich selbst glücklicher zu machen. Zugegeben, manchen Menschen fällt das sehr leicht und andere tun sich etwas schwerer damit.

Natürlich haben auch die äußeren Umstände einen Einfluss auf unser Glücksempfinden, aber der ist lange nicht so groß wie wir oft glauben. Wie wir aus der Geschichte wissen, hat es immer wieder herausragende Persönlichkeiten gegeben, die auch unter den widrigsten Umständen ihre Lebensfreude nicht verloren haben. Und die gibt es auch heute immer wieder. Ich denke dabei an Sportler, die trotz schwierigster Verletzungen weiter trainieren, an Menschen aus Kriegsgebieten, die trotz Verfolgung und traumatischer Erlebnisse ihr Lachen nicht verlieren. Ich denke an Kinder, die in problematischen Familienverhältnissen aufwachsen und trotzdem ihren Weg in ein glückliches Leben finden. Ich denke an Menschen mit einer Behinderung, die ihren Alltag mit viel Optimismus und Freude meistern.

Wir haben alle unterschiedliche Ausgangspositionen und Voraussetzungen, aber dennoch haben wir jederzeit die Möglichkeit, uns auf den Weg zu machen. Mit einfachen Schritten können wir täglich dazu beitragen, unsere Weltsicht positiver zu gestalten. Wenn wir bewusst unseren Fokus auf die guten Dinge lenken – und von denen gibt es sehr viele! – dann wird langfristig die Welt um uns herum positiver. Man nennt das auch das „Gesetz der Anziehung“; je mehr der einzelne es schafft, seine Handlungen, Worte und Gedanken in eine positive Richtung zu lenken, umso mehr erfreuliche Dinge werden auf ihn zukommen.

Es nützt in diesem Fall nichts, unseren Kindern, Ehepartnern und Eltern zu raten, ihre Einstellung zu überdenken. Wir können nur bei uns selbst anfangen! Aber alle, die mit uns leben, werden mit Sicherheit die Veränderung wahrnehmen und dadurch angesteckt werden.

Wie geht das jetzt konkret – Handlungen, Worte und Taten?

Ja, ich kann bewusst etwas Gutes tun, mir selbst eine Freude machen oder andere mit meinen Taten erfreuen.

Bei den Worten wird es schon schwieriger – wie viel Jammern, Kritik und negative Aussagen stecken in jeder Unterhaltung, die wir mit unseren Mitmenschen führen?

Besonders schwierig wird es allerdings, wenn es darum geht, unsere Gedanken zu verändern. Wir haben ja oft das Gefühl, dass wir ihnen hilflos ausgeliefert sind. Aber das stimmt so nicht. Auch unsere Gedanken können wir mit ein bisschen Übung steuern und verändern. Zum Beispiel, indem wir immer dann, wenn wir einen negativen Kreislauf wahrnehmen, „Stop“ denken und ganz bewusst durch positive Gedanken ersetzen.

3 Fragen

Dass das Ganze nicht einfach ist, ist mir bewusst. Ich kann aber nur aus eigener Erfahrung sagen, dass es die Mühe wert ist. Was mir auf dem Weg zu einer positiven Weltsicht – und ich bin wie Sie alle immer auf dem Weg – geholfen hat, ist regelmäßiges Schreiben. Durch das tägliche Aufschreiben von positiven Dingen lenken wir unser Bewusstsein auf diese Ereignisse, Erfolge oder einfach wunderschöne Kleinigkeiten. Aus der jahrelangen Auseinandersetzung mit dem Schreiben haben sich für mich drei Fragen herauskristallisiert, die ich für besonders wichtig halte:

1 | Wofür bin ich dankbar? – Hier und jetzt

 Sonja Lyubomirksy[1] bezeichnet die Dankbarkeit als den „Königsweg zum Glück“. Sie hat in Untersuchungen mit Testpersonen herausgefunden, dass diejenigen Menschen, die täglich fünf Dinge notierten, für die sie dankbar waren, optimistischer und zufriedener mit ihrem Leben waren. In anderen Studien konnte sie auch einen deutlichen Zusammenhang zwischen Dankbarkeit und körperlicher und geistiger Gesundheit nachweisen.

Im Buch „Zuhause“* erzählt Filippa:

 „Ein guter Freund von deinem Papa hat mich vor Jahren auf diese Idee gebracht. Er heißt Udo Überflieger, ist Pilot und kommt viel in der Welt herum. Er hat uns erzählt, dass er immer wieder Briefe an Menschen schreibt, um sich bei ihnen zu bedanken. Er schreibt zum Beispiel an eine hilfsbereite Verkäuferin, einen aufmerksamen Kellner oder einen freundlichen Taxifahrer.“ 

Flo hört gespannt zu. „Und was hat dieser Udo noch erzählt?“

„Er hat mir gesagt, dass man bei solchen Briefen nicht sparsam sein sollte mit Lob und Dankbarkeit, sondern ruhig sehr großzügig damit umgehen kann. Man soll sozusagen nicht einen hauchdünnen Pinsel, sondern einen richtig dicken Malerpinsel tief in den Lobtopf eintunken und ganz dick auftragen.“

Diese Dankbarkeit muss aber nicht an einen bestimmten Menschen gerichtet sein, sie kann auch allgemein formuliert werden. In meinem Glückstagebuch richte ich die Dankbarkeit gerne an das Leben an sich.

 2 | Was ist mir gut gelungen? – Blick in die Vergangenheit

Die Orientierung hin zu unseren Stärken und weg von den Schwächen ist ein wichtiger Schritt, um glücklicher zu werden. Viel zu oft denken wir viel zu lange darüber nach, was wir alles falsch gemacht haben. Dabei gibt es jeden Tag ganz sicher etwas, das uns richtig gut gelungen ist und worauf wir stolz sein können. Natürlich sind das nicht immer weltbewegende Ereignisse, aber auch die Anerkennung von ganz alltäglichen Herausforderungen ist enorm wichtig für unser Wohlbefinden.

Im Buch „Glück“*sagt Udo:

„Viele Menschen neigen dazu, vor allem ihre Fehler und Schwächen zu sehen, und vergessen dabei auf ihre Stärken. Sieh mal Fridolin an. Er ist ein Esel. Manche würden sagen, dass er faul und stur ist. Für mich aber ist er ein treuer Freund, gutmütig, geduldig, freundlich …“ (…) „Ich sehe seine guten Seiten und nicht seine Fehler. So mache ich es auch bei allen Menschen, die mir begegnen. Und was noch viel wichtiger ist …“

Flo sieht Udo erwartungsvoll an.

„So mache ich es auch bei mir selbst.“

„Warum ist das so wichtig?“, will Flo wissen.

„Weil wir viel zu oft an uns zweifeln und ständig versuchen, alles zu können und in allem gut zu sein – aber das geht nicht.“

Flo setzt sich nachdenklich auf eine kleine Holzbank. (…)

 „Erzähl mir mal von deinem letzten Zeugnis“, fordert Udo sie auf.

„Das hab ich doch schon. Ich hatte einen Dreier in Mathe, einen Zweier in Englisch und sonst lauter Einser“, sagt Flo.

„Siehst du, genau das meine ich“, erwidert Udo aufgeregt.

„Warum sagst du nicht zuerst: ‚Ich hatte einen Einser in Deutsch, einen Einser in Musik‘ und so weiter? Warum beginnst du mit der schlechtesten Note?“

Flo sieht Udo fragend an.

„Wir schauen immer viel zu sehr darauf, was wir nicht können, und zu wenig darauf, was wir gut können.“

„Das verstehe ich nicht“, meint Flo. „Es ist doch wichtig, das zu üben und zu verbessern, was man noch nicht kann.“

„Aber genauso wichtig ist es auch, das zu üben, was man schon gut kann – nur dann kann man zum Meister in einer Sache werden.“

Die regelmäßige, bewusste Auseinandersetzung mit Dingen, die uns gut gelungen sind, hilft uns dabei, unsere Stärken klarer zu sehen und sie auszubauen. Dadurch erhöht sich automatisch auch unser Glücksempfinden. In der Schule frage ich die Kinder jede Woche, was ihnen gut gelungen ist – am Anfang war das für manche Schüler gar nicht so einfach zu beantworten. Dann durften die Mitschüler ein bisschen mithelfen – es ist ja auch ganz angenehm, von anderen zu hören, was man gut gemacht hat. Nach einiger Zeit fiel es aber den Kindern immer leichter, auch selbst zu erzählen, was ihnen gelungen ist.

Niemand ist in allen Dingen gut. Das ist auch nicht nötig. Viel wichtiger ist es herauszufinden, auf welchem Gebiet wir zum Meister, zum Experten werden können.

3 | Was wünsche ich mir? – Blick in die Zukunft

Ein wesentlicher Faktor für unser Glücksempfinden ist es, Sinn oder Bedeutung zu spüren in dem, was wir tun. Dazu ist es ganz wichtig, Wünsche und Ziele zu formulieren.

Die dritte Frage ist so zu verstehen wie ein Brief ans Christkind. In unseren Wünschen müssen wir weder vernünftig noch bescheiden sein. Wünschen kann man sich alles, auch wenn es aus heutiger Sicht unerreichbar erscheint. Wir können uns sowieso nicht aussuchen, was wir uns wünschen; das steckt in uns drinnen. Die Frage fordert uns dazu auf, regelmäßig unsere Herzenswünsche zu formulieren und dadurch ins Bewusstsein rufen.

Im Buch „Zauberhafte Weihnachten“* erzählt Flo:

„Stell dir vor, diesmal hat sogar Mama einen Brief (ans Christkind) geschrieben“, sagt sie immer noch überrascht.

„Das ist schön“, freut sich Udo. „Ich glaube, dass es gerade für Erwachsene wichtig ist, ihre Wünsche immer wieder mal aufzuschreiben.“

Flo lacht.

„Genau das Gleiche hat Mama gesagt. Machst du das auch?“

„Ja, seit vielen Jahren schon“, antwortet Udo nachdenklich.

Flo sieht ihn fragend an und Udo beginnt zu erzählen: „Ich habe auf einer Reise einen sehr interessanten Mann kennengelernt, der hat mir sehr geholfen. Ich war damals mit meinem Leben unzufrieden und wusste selbst nicht genau, warum. Irgendetwas hat mich gestört und meistens habe ich anderen Menschen die Schuld daran gegeben. Der Mann hat mir geraten, mir jeden Tag eine halbe Stunde Zeit zu nehmen, um einen Brief ans Christkind zu schreiben. Sechs Wochen lang!“

„Sechs Wochen lang jeden Tag einen Brief ans Christkind?“, wiederholt Flo ungläubig.

„Ja! Noch dazu mitten im Sommer“, lacht Udo.

„Und? Hast du es gemacht?“, will Flo wissen.

„Ja, natürlich“, erwidert Udo. „Ich war verrückt genug, dem Rat zu folgen, ohne großartig darüber nachzudenken. Ich habe mir ein schönes Schreibheft gekauft und jeden Morgen meine Wünsche aufgeschrieben. Bis das Heft vollgeschrieben war.“

„Und dann?“, kann es Flo nicht erwarten.

„Dann habe ich das Heft weggeräumt und lange nicht mehr daran gedacht. Erst viel später habe ich das Heft wieder zur Hand genommen und darin gelesen. Ich konnte mich gar nicht mehr daran erinnern, was ich damals geschrieben hatte. Das Erstaunliche aber war, dass sich viele meiner Wünsche inzwischen erfüllt hatten. Es ging mir viel besser und ich war zufrieden mit meinem Leben.“

Flo hat gut zugehört und nimmt sich fest vor, niemals damit aufzuhören, Briefe ans Christkind zu schreiben.

   

Warum 100 Tage?

Es dauert eine Weile, bis sich unser Gehirn an bestimmte Abläufe gewöhnt. Deshalb ist es ganz entscheidend, dass man über einen längeren Zeitraum möglichst regelmäßig schreibt. 100 Tage sind für mich ein schönes Ziel.

Wie und in welcher Form man die 3 Fragen beantwortet, ist ganz individuell – es kann ein einfacher Schreibblock oder ein edles Notizbuch sein. Für alle, die sich mit einer vorgegebenen Struktur leichter tun, gibt es das „Glückstagebuch“[2], in dem nach einer kurzen Einleitung die Tage und die Fragen schon vorformuliert sind. Es geht nicht darum, besonders viel oder originell zu schreiben, es geht darum, sich Zeit zu nehmen, um die Fokussierung auf das Positive und um Beharrlichkeit. Das sind sehr wertvolle Begleiter auf dem Weg zu mehr Lebensglück.

 

 

 

* aus der Reihe „Flo W. voll im Flow“, Manuela Eitler-Sedlak, erhältlich im Buchhandel

     

[1] Sonja Lyubomirsky ist Professorin für Psychologie und erforscht schon seit mehr als 20 Jahren wie Menschen ihr Glücksniveau steigern können.

[2] Das Glückstagebuch kann bestellt werden unter: www.meise-flow.at/shop

 

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Glück im Lehrerberuf

Was ist in Schulen für Lehrerglück wichtig? Eine Studie zeigt: vor allem Selbstwirksamkeit, Sinn und Autonomie. Heute möchte ich die wissenschaftliche Arbeit von Kathi Wachnowski von der Ruhr-Universität Bochum vorstellen. Eine engagierte Vorzeigeforscherin mit dem Herzen am rechten Fleck. Ein Gespräch mit ihr ist wie ein Sprung in einen Wissenssee.

In der Studie „Glück im Lehrerberuf“ befragte sie in Österreich und Deutschland insgesamt 931 Lehrerinnen und LehrerLehrkräfte zu ihrer aktuellen Situation und den Effekt auf ihr Wohlbefinden. Die Ergebnisse sind sehr aufschlussreich.

Formelle berufsbezogene Aspekte wie Berufserfahrung oder Schulform nehmen im Großen und Ganzen keinen Einfluss auf das subjektive Wohlbefinden (SWB).

Einfach gesagt sind diejenigen Lehrkräfte glücklicher, die selbstbestimmt und sinnorientiert arbeiten. Überraschender Weise wirkt sich eine verlässliche und hilfsbereite Persönlichkeit nicht positiv auf das Lehrerglück aus (die Details finden Sie unten). Meine persönliche Vermutung ist, dass diese wichtigen Eigenschaften der Selbstfürsorge und dem Energietanken im Wege stehen können.

Was können wir daraus lernen? Eine Erkenntnis wird dadurch gestärkt: In der Schulentwicklungsberatung sollte es nicht in erster Linie um strukturelle Aspekte gehen. Viel wichtiger sind die Einstellungen der Lehrkräfte. Wenn die Lehrkräfte das wollen, lassen sich diese Einstellungen positiv trainieren für mehr Selbstfürsorge und Ausgeglichenheit. Wenn Sie dazu mehr Fragen haben, stehe ich gerne zur Verfügung.

Los geht’s 🙂

Glückliche Grüße,
Dominik

 

Detailerkenntnisse der Studie:

  • Formelle berufsbezogene Aspekte von LuL (Verbeamtung/Anstellung, Befristung/Entfristung, Stundendeputat, Berufserfahrung) und der Schule (Schulfom, Lage der Schule, Größe der Schule) nehmen keinen Einfluss auf das Wohlbefinden (SWB), Ausnahmen: Deutsche Stichprobe: Anteil der SuS mit Migrationshintergrund beeinflusst die Lebenszufriedenheit ganz gering negativ, Österreichische Stichprobe: Schülerzahl beeinfluss Lebenszufriedenheit negativ
  • Demographie: Ältere und religiöse deutsche LuL sind glücklicher (höherer positiver Affekt, geringerer negativer Affekt); österreichische Lehrerinnen empfinden weniger häufig negativen Affekt und österreichische LuL in Beziehungen empfinden weniger häufig positiven Affekt
  • Big5: Verträglichkeit und Gewissenhaftigkeit scheinen eher Risikofaktoren für das SWB zu sein (vA Förderung negativen Affekts, negative Beeinflussung von Lebenszufriedenheit)
  • Erfolgserleben (D), Selbstwirksamkeit (D und AT) und Autonomieerleben (AT) sowie die Bedeutsamkeit der eigenen Arbeit (AT) beeinflussen sowohl positiven Affekt und die Lebenszufriedenheit positiv und hemmen negativen Affekt.
  • In AT sind die Lehrkräfte affektiv glücklicher (aber nicht zufriedener).
    In AT sind die Lehrkräfte engagierter bei der Arbeit und identifizieren sich eher mit der Schule. Die Gründe dafür müssen noch ermittelt werden!
  • Da für die deutsche und die österreichische Stichprobe unterschiedliche Prädiktoren signifikante Einflüsse auf die Facetten des SWB zeigen, ist zu überlegen, ob SWB möglicherweise ein kulturelles Konstrukt ist. – Unterschiedliche Gruppen schätzen unterschiedliche Dinge, hier sollte man dann auch auf die Kultur der Einzelschule schauen!
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Geld allein macht auch nicht unglücklich

Macht Geld glücklich? Ja und nein? Kommt drauf an? Genau.
Glückstipps stehen ganz unten im Artikel. Aber zuerst sehen wir uns an, was die Glücksforschung uns dazu zu sagen hat.

Gücksforschung: Glück und Geld

  • Easterlin untersuchte die Entwicklung der Ökonomie in verschiedenen Ländern und verglich sie mit den Daten des subjektiven Wohlbefindens. Sein Ergebnis: In einigen Ländern stieg die effektive Kaufkraft um mehr als das sechsfache. Das Wohlbefinden blieb gleich. Ergebnis: Mehr Geld macht nicht glücklicher. Für die damalige Zeit (70er Jahre) eine überraschende Erkenntnis und bis heute nicht unumstritten.
  • Internationaler Vergleich: Betrachtet man sich das real verfügbare Haushaltsnettoeinkommen in verschiedenen Ländern in Beziehung zum Wohlbefinden fällt auf, dass in „armen Ländern“ ein klarer Zusammenhang zwischen Geld und Zufriedenheit zu sehen ist. Mehr Geld macht glücklicher. Dieser Zusammenhang wird aber für die wohlhabenderen Länder immer kleiner. Man nennt das Phänomen „abnehmender Grenznutzen„. Auch das ist nicht unumstritten, sollte uns aber zum Nachdenken anregen (z.B. über die Ziele deutscher Politik).
  • Sieht man sich nur ein einzelnes Land an, kann man einiges feststellen. Z.B. vergleichen wir uns ja in der Regel nicht mit allen Ländern der Welt, sondern vielleicht eher mit dem Nachbarn, Arbeitskollegen oder gesellschaftlichen Schicht. Hier kommt es sehr auf die eigene Einstellung an, wie der Vergleich für einen selbst ausfällt.
    Das belegen einige Studien. Zur Zeit (Dez. 2017) geht gerade eine aktuelle Studie durch die Presse. Demnach verwenden wir diejenige Vergleichskriterien, die uns gerade zur Verfügung stehen. Menschen mit überdurchschnittlich viel Geld haben die Tendenz, das auf ihre persönliche Leistung zu beziehen – was sie stolz und zufrieden machen kann. Hat man unterdurchschnittlich viel Geld, kann man immer noch im sozialen Bereich über Freunde, Familie oder gesellschaftliches Engagement punkten. Beides macht zufrieden.
  • Geld hat zudem selbst in wohlhabenden Ländern eine beruhigende Wirkung und fällt vor allem dann auf, wenn es gerade NICHT da ist („Hygienefaktor“). Geldsorgen sind immer unglücklich – vor allem wenn es um die Grundversorgung geht.
  • Zudem sind noch Glücksmomente von Lebenszufriedenheit zu trennen. Mit mehr Geld kann man den eigenen Sinn einfacher verwirklichen als ohne (z.B. Berufswahl, Bildungsmöglichkeiten der Kinder). Glücksmomente sind allerdings sehr günstig zu haben – eine Tafel Schokolade kann sich jeder von Zeit zu Zeit leisten.

Wer mehr aus der Wissenschaft dazu lesen möchte, wird z.B. über die world happiness reports, Daniel Kahneman, Ed Diener oder World Database of Happiness fündig.

Geld-Glücks-Tipps

Wenn Sie in einem wohlhabenden Land leben, dann werden Sie am besten so glücklich:

  • Wenn Sie sich vergleichen wollen, dann mit denen, die weniger haben.
  • Wenn Sie Geld übrig haben, geben Sie es für andere aus.
  • Genießen Sie auch die günstigen Momente im Leben.
  • Geben Sie Geld eher für Erlebnisse als zusätzlichen Konsum aus.

Glückliche Grüße,
Dominik

 

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Positive Psychologie – Was ist das eigentlich?

„Wer nichts über Glück weiß, kann es auch nicht finden.
Wer hingegen viel über Glück weiß, kann es sogar trainieren.“
(Manfred Spitzer, Hirnforscher)

Die Positive Psychologie ist eine Forschungsrichtung innerhalb der Psychologie, die sich mit der Frage beschäftigt, was das Leben lebenswert macht. Sie untersucht die positiven Aspekte des menschlichen Lebens und Miteinanders, die das Leben gesünder, besser und glücklicher machen. Die Positive Psychologie ist eine recht junge wissenschaftliche Disziplin, die Menschen darin unterstützen möchte, mehr Zufriedenheit und Wohlbefinden in das eigene Leben zu bringen. Dies wirkt sich vorteilhaft auf zwischenmenschliche Beziehungen, auf die Gemeinschaft und somit auf unsere Gesellschaft in ihrer Gesamtheit aus.

Im Gegensatz zur klassischen Psychologie, bei der die Behandlung, Entstehung und Erforschung negativer Gefühle und klassischer Krankheitsbilder im Vordergrund steht, setzt die Positive Psychologie ihren Fokus auf die Erforschung des Gegenteils davon: positive Gefühle, Ressourcen, Chancen und Stärken.

Im Grunde verfolgt die Positive Psychologie drei Ziele:

  1. Positive Gefühle im Leben der Menschen zu vermehren
  2. Stärken und Ressourcen eines Menschen fördern und nutzbar machen
  3. Bessere Lebensbedingungen erzeugen

Um dem eigenen Leben eine positive Wendung zu geben, müssen drei Bereiche einbezogen werden:

 

Damit diese drei Ebenen im Einklang miteinander funktionieren, ist es Voraussetzung, die Verantwortung für jeden einzelnen Teilbereich zu übernehmen. Die Übungen, Methoden und Trainings der Positiven Psychologie zielen genau darauf ab – den Menschen darin zu fördern, seine Ressourcen und Stärken zu erkennen, sie für sich nutzbar zu machen und im Einklang mit ihnen zu leben. Dies führt zu mehr Vertrauen, Lebenssinn, Gelassenheit, Geborgenheit, Dankbarkeit, Optimismus im Alltag und garantiert letztlich mehr Glück und Wohlbefinden im Alltag für jeden Einzelnen von uns.

„Gute Gefühle sind kein Schicksal – man muss und kann sich darum bemühen.“
(Stefan Klein, Wirtschaftsjournalist)

Komm mit und mach dich auf die Reise zu deinem ganz persönlichen Glück. Es lohnt sich!

Magdalena Anna Bożko

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Das PERMA-Modell – mehr Glücksmomente und Lebenszufriedenheit

Welche Säulen sind besonders wichtig, um mehr Glücksmomente und Lebenszufriedenheit zu erreichen? Das beantwortet uns das PERMA-Modell der Positiven Psychologie

Mehr Videos zum Glück:

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Lachen ist gesund

Dass Lachen Spaß macht, erklärt sich von selbst – es sei denn, man ist eine Spaßbremse, die Lachen für Charakterschwäche hält. Gerade stolpere ich über eine nette Zusammenfassung verschiedener Aspekte des Lachens (mehr dazu auf Englisch auf NBCnews):

Lachen…
… stärkt das Herz-Kreislauf-System und das Immunsystem
… macht widerstandsfähiger
… macht schmerzresistenter
… hilft dem Kurzzeitgedächtnis

Hauptsache, es ist ein menschenfreundliches Lachen, wie z.B. sich mit jemandem freuen oder entspannt über sich selbst lachen.

Mein langjähriger Bekannter Prof. Willibald Ruch beschäftigt sich an der Universität Zürich seit über einem Jahrzehnt wissenschaftlich mit dem Phänomen „Lachen“. In mehreren Gesprächen mit Eckart von Hirschhausen wurde mir immer wieder bewusst, dass er es mit dem Humor auch Ernst nimmt – wie sein Engagement für „Humor hilft heilen“ zeigt. Humor und Lachen sind wundervolle ernstzunehmende Instrumente, ein sinnvolles Leben zu bereichern.

Meine Teilnehmer erzählen auch immer, dass sie es großartig finden, in den Seminaren von Herzen zu lachen. Wenn der Alltag das nicht möglich macht, dann z.B. in einem humorvollen und gleichsam tiefgehenden Wochenende im Glückskurs.

Also los geht es: Heute mindestens einmal richtig lachen.

  • Erzähle jemandem einen süßen Witz
  • Schaue dir mit Freunden oder der Familie eine Komödie an
  • Lass dir einen Witz erzählen
  • Erinnere dich an Dinge, die dir die Lachtränen hervorgezaubert haben
  • Albere mit Kindern

Humorvolle Grüße,
Dominik


Mein Motto: „Gemeinsam sinnvolle Ziele erreichen und dabei Spaß haben.“

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Was Glück ist – eine praktische Definition

Es gibt viel Verwirrung zum Thema „Glück“. Das Video räumt damit auf und bietet eine klare Definition. Dominik Dallwitz-Wegner ist Glückexperte, Dozent an Hochschulen, Redner und Seminarleiter.

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